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Artikel des Monats Mai 2012

Radiojodtherapie bei niedrig-malignen Schilddrüsenkarzinom

 

Die beiden Arbeiten behandeln die Radiojodgabe (I-131) nach totaler Thyreoidektomie bei Patienten mit „low-risk“ Schilddrüsenkrebs in zwei randomisierten, prospektiven Studien (n= 684 und n=421).

Dabei war die Gabe einer niedrigeren Strahlendosis von 1.1 GBq (30mCi) genauso effektiv wie die Gabe einer höheren Dosis von 3.7 GBq (100mCi). Die Effektivität wurde an der Reduzierung des Thyreoglobulinspiegels und dem im Ultraschall überprüften Verschwinden von Schilddrüsengewebe festgemacht. Beide Therapien zeigten die gleiche Effektivität nach einem Nachbeobachtungszeitraum von 8 Monaten.

Nachteil der Studien sind der für niedrig-maligne Schilddrüsenkrebserkrankungen recht kurze Nachbeobachtungszeitraum.

Der nächste Schritt wäre nun wohl eine Studie, die randomisert untersucht ob eine niedrig-dosierte Radiojodtherapie postoperativ bei niedrig-malignen Schilddrüsenkarzinomen einen Überlebensvorteil gegenüber einer reinen Nachbeobachtung zeigt.

 

 

1. Schlumberger M, Catargi B, Borget I, et al. Strategies of radioiodine ablation in patients with low-risk thyroid cancer. N Engl J Med 2012;366:1663-73.

2. Mallick U, Harmer C, Yap B, et al. Ablation with low-dose radioiodine and thyrotropin alfa in thyroid cancer. N Engl J Med 2012;366:1674-85.

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